Bürgerentscheid gegen das geplante Neubaugebiet "Nützelbach II"
Die Stadt Gerolzhofen plant ein Neubaugebiet, das wie ein fremdkörperartiges, isoliertes Anhängsel, wie ein Satellit, mitten in der freien Landschaft liegt.

Fragen an die Stadt Gerolzhofen:

  • Was tut die Stadt proaktiv, um die Besitzer der Freiflächen innerhalb der bestehenden Baugebiete zum Verkauf zu bewegen? Ruft dort regelmäßig jemand an und macht auf die schwierige Bausituation in Gerolzhofen aufmerksam? Haben die Besitzer Auflagen, was die Pflege der Grundstücke betrifft ? Wenn ja, werden diese Auflagen kontrolliert ?
  • Wo bewirbt die Stadt proaktiv die Förderprogramme zur Entwicklung der Innenstadt ?  (Seit 4.2.2019 gibt es einen Button "Kommunale Förderprogramme" direkt auf der Startseite der Gerolzhöfer Internetseite. Also haben die Diskussionen um das Bürgerbegehren schon erste Erfolge zu verzeichnen.)
  • Wie hoch ist das Budget für diese Förderprogramme?
  • Werden Besitzer von Leerständen in der Stadt regelmäßig angesprochen, ob sie verkaufen / renovieren ?
  • Könnte die Stadt noch mehr für die Innenraumentwicklung tun ? (wie z.B. in Hofheim, Euerbach)
  • Inwieweit ist der Stadtteilmanager bei der Vermittlung von Leerständen aktiv ?
  • Wird die Situation in den bestehenden Baugebieten mit relativ vielen Leerständen durch ein weiteres Baugebiet besser?
  • Wie viele Häuser werden in naher Zukunft leer stehen / zum Verkauf stehen, deren Besitzer verstorben sind und deren Nachkommen selbst gebaut haben oder weggezogen sind?
  • Ist es für die Stadt vielleicht nur lukrativer, dieses Baugebiet auszuweisen, weil es schon in ihrem Besitz ist ? Hat man sich um Alternativen bemüht?
  • Die Besitzer des Gebiets Kaplan- Jäger-Straße / Rügshöferstraße  sind bereit zu verkaufen. Dieses Gebiet würde sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Warum wird dieses Gebiet nicht berücksichtigt ?
  • Es wird argumentiert, dass das oben genannte Gebiet auch wegen seiner Nähe zur B 286 unattraktiv wäre. Sind die Bauplätze im hinteren Teil des Wohngebiets"Jahnstraße" und im unteren Teil der Berliner Straße, die bereits seit vielen Jahren bewohnt sind und auch direkt an der Schnellstraße liegen, unattraktiv?
  • Wie ist die Kosten-Nutzen-Rechnung für das neue Baugebiet angelegt ? Werden die Erschließungskosten und die Kosten für den Straßenbau auf die Bauherren verteilt? Wie hoch werden die Quadratmeterpreise in "Nützelbach II"?
  • Solch inselartige Neubaugebiete zerstören das Stadtbild. Warum wird nicht weiter entlang der seitlichen Achsen verlängert, z.B. Weiße Marter?
  • Wie viele Neubürger hat die Stadt durch "Nützelbach I" gewonnen ? Gab es nicht auch einige Verschiebungen ?
  • Im Zeitungsartikel vom 1.6.2016 "Das teuerste Wohngebiet der Stadt", in dem es um das damals neu erschlossene Baugebiet "Nützelbach I" geht, steht zu lesen, dass es damals 70 Bewerber für die 31 neuen Bauplätze gab. Warum hat es dann so lange gedauert, bis alle Bauplätze verkauft wurden? Sind Bewerber abgesprungen, weil ihnen die Bauplätze zu teuer waren ? Oder welche Gründe lagen vor ?
  • In Gerolzhofen gibt es jetzt schon keine Kindergartenplätze mehr. Alle vorhandenen Kindergärten sind überfüllt. Die Stadt  möchte vor allem junge Familien mit Kindern durch "Nützelbach II" nach Gerolzhofen holen. Plant die Stadt den Betrieb eines städtischen Kindergartens ?
  • Wäre die Stadt nicht schon im Besitz der Fläche für „Nützelbach II“, würde sie dann genau diese Fläche für ein Neubaugebiet erwerben wollen? Eine Fläche, die optisch und siedlungstechnisch, abgetrennt in der freien Landschaft liegt?
  • Alle Behörden sprechen sich mit guten, nachvollziehbaren Argumenten gegen das Neubaugebiet aus. Warum hält die Stadt trotzdem daran fest?